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Buchrezension "Einzig" von Kathryn Evans, erschienen bei Fischerverlage unter der ISBN 978-3-7335-0297-3, Preis: 12,99€

von Sophia, 14 J. (Lahntalschule)

Im Thriller „Einzig“ von Kathryn Evans geht es im die 16 Jährige Teva, die so tut, als wäre sie ein ganz normales Mädchen. Das ist sie jedoch nicht, denn bei ihr zu Hause warten, neben ihrer Mutter, statt Geschwistern ein Dutzend jüngere Versionen ihrer selbst auf sie. Ein Jahr, hatte jede von ihnen ein ganz normales Leben. An jedem Geburtstag jedoch kommt eine neue Teva hervor, welche das nächste Jahr leben wird, um dann auch selbst für immer in ihrem jeweiligen Lebensjahr gefangen zu bleiben.Die sechzehnjährige Teva kann und möchte ihr Leben nicht aufgeben, um es Nummer 17 zu überlassen. Sie kämpft für ihr Leben, egal wie schwer es sein wird.

Der Grund, aus dem ich überhaupt erst zum Buch gegriffen habe, war vor allem die Grundidee. Meiner Meinung nach hört sich alles sehr vielversprechend an. Es wurde mit neuen Denkansätzen zum Thema Genmanipulation gearbeitet, von welchen man vorher noch nichts gelesen hat.

Tevas doch ziemlich kompliziertere Lage ist von der Autorin sehr gut und verständlich dargestellt. Man findet sich sehr schnell in die Geschichte ein und kann schon nach einigen Seiten das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Jedoch leider nicht durch das typische „Thriller-Feeling“ , sondern vielmehr durch die aufkommenden Fragen, auf die man die Antworten erfahren muss: Was ist los mit Teva?, Wie kommt es zur Teilung ihres Körpers?, etc.

Die Hauptcharaktere sind gelungen und man kann sich teilweise gut mit ihnen identifizieren. Besonders Tevas beste Freundin Maddy wächst einem schnell an Herz. Leider wurde auf einige wichtige Nebencharaktere zu wenig eingegangen, was wohl auch daran liegt, dass Teva viel mit sich selbst beschäftigt ist und die Geschichte eben aus ihrer Sicht erzählt wird. Das hätte man eventuell vermeiden können, indem man noch eine zweite Sicht eingebaut hätte. Ich denke das wäre ohnehin noch etwas spannender geworden, da man sich während des Lesens viel gefragt hat, wie die Mitmenschen das ganze wohl sehen.